Politische Mitbestimmung für Sexarbeitende: Vortrag in Chemnitz!

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Am 29. August diskutiert Sonja Dolinsek im Lokomov die Verbindung von Sexarbeit und Menschenrechten. Eintritt frei!

Am 29. August diskutiert Sonja Dolinsek im Lokomov die Verbindung von Sexarbeit und Menschenrechten. Eintritt frei!
Am 29. August diskutiert Sonja Dolinsek im Lokomov die Verbindung von Sexarbeit und Menschenrechten. Eintritt frei!

Politische Mitbestimmung für Sexarbeitende: Vortrag in Chemnitz!

Bald wird im Chemnitzer Lokomov ein bedeutender Vortrag stattfinden, der sich mit einem Thema beschäftigt, das viele von uns berührt, auch wenn es oft im Verborgenen bleibt. Am Freitag, den 29. August von 19 bis 21 Uhr gibt die Historikerin Sonja Dolinsek M.A. Einblicke in die Verbindung zwischen Sexarbeit und menschenrechtlichen Prinzipien. Diese Veranstaltung, die im Rahmen des 50. Welthurentages stattfindet, ist nicht nur kostenfrei, sondern bietet auch die Möglichkeit, mit Spenden die Fachberatungsstelle Daria sowie KOBRAnet zu unterstützen.

Der Vortrag hat es sich zur Aufgabe gemacht, grundlegende Themen wie Entkriminalisierung, Arbeitsrechte, Gesundheit, Migration sowie die Rolle der Polizei und politische Mitbestimmung aufzugreifen. Dabei wird die Anwendung menschenrechtlicher Prinzipien auf die Sexarbeitspolitik im Vordergrund stehen. Denn gerade in diesem Bereich ist es wichtig, eine Plattform für Debatten und Aufklärung zu schaffen, um die politische Teilhabe von Sexarbeitenden zu fördern – ein grundlegendes Recht, kein Privileg, wie Chemnitz betont.

Menschenrechte und Sexarbeit

Doch warum ist das Thema der Menschenrechte in der Sexarbeit wichtig? Amnesty International weist darauf hin, dass Frauen und Männer in der Sexarbeit häufig mit Gewalt konfrontiert werden. Häufig sind es gerade die Polizeibehörden, die als Bedrohung empfunden werden, statt als Schützer. Viele Betroffene zögern aus Angst vor Stigmatisierung, strafrechtlicher Verfolgung oder sogar Abschiebung, Übergriffe und Menschenrechtsverletzungen zu melden. Diese Missstände sind nicht nur in Ländern zu beobachten, in denen Sexarbeit illegal ist, sondern auch in solchen, wo sie rechtlich anerkannt ist.

Die Realität sieht oft so aus, dass Täter*innen aus den verschiedensten Bereichen kommen und die Angst vor polizeilicher Schikane und grober Behandlung weit verbreitet ist. Dies führt dazu, dass der notwendige Schutz für Sexarbeiter*innen nicht gewährleistet ist. Magazin HIV fordert daher, dass die Behörden mit Nachdruck den Schutz von Sexarbeiter*innen priorisieren und sicherstellen, dass diese Straftaten ohne Angst vor rechtlichen Konsequenzen melden können. Hierbei ist es essenziell, dass Personen, die Gewalt ausüben, zur Rechenschaft gezogen werden.

Ein Aufruf zur Mitwirkung

Fehlt es an Engagement und Verständnis, bleibt die politische Teilhabe der Sexarbeitenden eine unerfüllte Forderung. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese Stimmen gehört werden!