Spatenstich für Chemnitzer Schule: Modernes Lernen trifft auf Denkmalschutz!

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Bürgermeister Ralph Burghart gibt den Spatenstich für den zweigeschossigen Erweiterungsbau der Kooperationsschule Chemnitz bekannt.

Bürgermeister Ralph Burghart gibt den Spatenstich für den zweigeschossigen Erweiterungsbau der Kooperationsschule Chemnitz bekannt.
Bürgermeister Ralph Burghart gibt den Spatenstich für den zweigeschossigen Erweiterungsbau der Kooperationsschule Chemnitz bekannt.

Spatenstich für Chemnitzer Schule: Modernes Lernen trifft auf Denkmalschutz!

In Chemnitz ist am 21. August der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau der Kooperationsschule Chemnitz erfolgt. Bürgermeister Ralph Burghart gab um 10 Uhr den offiziellen Startschuss für dieses bedeutende Bauvorhaben, das nicht nur die Räumlichkeiten der bereits etablierten Schule optimieren soll, sondern auch den Anforderungen an zeitgemäßes Lernen gerecht wird.

Der neue zweigeschossige Anbau wird an der Brauhausstraße 16 errichtet und umfasst insgesamt 8 Klassenräume sowie 4 Gruppenräume. Darüber hinaus werden Treppen- und Sanitärräume, einschließlich eines barrierefreien WCs, geschaffen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem barrierefreien Zugang zum Gebäude, welcher durch einen Aufzug gewährleistet wird. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, um allen Schüler*innen eine uneingeschränkte Teilnahme am Schulalltag zu ermöglichen.

Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz

Ein zukunftsweisendes Merkmal des Projekts ist die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 43 kWp, die dazu beitragen wird, den Strombedarf der Schule zu decken. Die Heizenergie wird über das bestehende Fernwärmesystem bereitgestellt. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Bauvorhabens ist der Standort, der sich in einem Überschwemmungsgebiet des Chemnitzflusses befindet. Daher wird der Neubau angehoben erstellt, um Stauraum für Wasser zu bieten und den Wasserdurchfluss zu gewährleisten. Diese Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind unerlässlich, um mögliche Risiken zu minimieren.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 10,6 Millionen Euro, von denen 5,3 Millionen Euro durch Mittel der Sächsischen Aufbaubank gefördert werden. Der Bau erfolgt in drei Abschnitten; der zweite Abschnitt, in dem wir uns jetzt befinden, hat im Oktober 2023 begonnen und wird voraussichtlich bis August 2027 abgeschlossen sein.

Ein neues Kapitel für die Bildung

Die Kooperationsschule Chemnitz ist eine zweizügige staatliche Schule für die Klassenstufen 1 bis 10 und bietet umfassende Ganztagsangebote sowie Hortbetreuung. Insgesamt finden hier bis zu 560 Schüler:innen Platz. Der ursprüngliche Plan sah vor, ein neues Schulgebäude mit Sporthalle am Standort Planitzwiese zu errichten. Diese Entscheidung wurde jedoch im Mai 2023 vom Stadtrat endgültig verworfen. Stattdessen fiel die Wahl auf den bestehenden Standort an der Brauhausstraße, der nun umfassend ertüchtigt werden soll.

Das Gebäudeensemble ist nicht nur architektonisch ansprechend, sondern steckt auch voller Geschichte. Der Entwurf stammt von Rudolf Weißer und wurde 1952 eingeweiht. Es ist Teil des Wiederaufbaugebiets Reitbahnstraße und gilt als Kulturdenkmal – für die Stadt Chemnitz also nicht nur ein wichtiger Ort für Bildung, sondern auch ein Stück ihrer Geschichte, das es zu bewahren gilt. Sie können mehr über die Details und den Fortschritt des Projekts in der Berichterstattung auf chemnitz.de erfahren.

Quellen: