Neues Überschwemmungsgebiet in Wörthhof: Hochwasserschutz für alle!

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Wörth am.d.Donau plant ein Überschwemmungsgebiet für den Rückhalteraum Wörthhof. Bürger können bis 23. Dezember Stellungnahmen abgeben.

Wörth am.d.Donau plant ein Überschwemmungsgebiet für den Rückhalteraum Wörthhof. Bürger können bis 23. Dezember Stellungnahmen abgeben.
Wörth am.d.Donau plant ein Überschwemmungsgebiet für den Rückhalteraum Wörthhof. Bürger können bis 23. Dezember Stellungnahmen abgeben.

Neues Überschwemmungsgebiet in Wörthhof: Hochwasserschutz für alle!

Die Vorbereitungen für den gesteuerten Rückhalteraum „Wörthhof“ an der Donau nehmen Formen an. Mit dem Erlass einer Überschwemmungsgebietsverordnung wird offiziell ein Überschwemmungsgebiet festgesetzt, das sich auf einer Gesamtfläche von 768,1 Hektar erstreckt. Dieses Gebiet liegt entlang der Donau im Bereich der Stadt Wörth an der Donau und der Gemeinde Pfatter, zwischen den Flusskilometern 2.347,7 und 2.357,3. Wie die Stadt Wörth berichtet, hat dies auch weitreichende Folgen für den Hochwasserschutz in der Region.

Das Ziel des Rückhalteraums ist klar: Es geht darum, Hochwasserschutz zu gewährleisten, Rückhalteflächen zu erhalten und Gefahren abzuwenden. Die Gesamtmenge des geplanten Volumens beträgt etwa 29,8 Millionen Kubikmeter. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Konzepts zur Schaffung von Flutpolderstandorten an der Donau.

Auslegungsphase und Beteiligung der Bürger

Die Auslegung der neuen Verordnung findet vom 10. November bis 09. Dezember 2025 statt. Während dieses Zeitraums haben die Bürger die Möglichkeit, Stellungnahmen und Einwendungen bis zum 23. Dezember 2025 einzureichen. Ein Erörterungstermin wird nach Ablauf der Frist stattfinden, um alle Anmerkungen und Bedenken zu besprechen. Die Unterlagen zur Einsichtnahme, darunter der Verordnungsentwurf, Erläuterungsbericht und diverse Karten, sind online sowie in den Rathäusern der beteiligten Gemeinden zugänglich.

Bereits in der Vergangenheit gab es eine vorläufige Sicherung des Gebiets, die vom 08. April 2015 bis zum 08. April 2022 bestand. Die bevorstehenden Maßnahmen sind das Ergebnis eines umfassenden Anhörungsverfahrens gemäß Art. 73 BayWG und Art. 73 BayVwVfG, das eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit vorsieht.

Klares Konzept für den Hochwasserschutz

Die Umsetzung des Flutpolders Wörthhof ist keine neue Idee. In einem Raumordnungsverfahren, das am 11. Januar 2023 eingeleitet wurde, wurden mehrere Varianten geprüft, von denen die größere Variante, Wörthhof-groß, mit 772 Hektar und einem Rückhaltemaß von etwa 30,5 Millionen Kubikmetern, zur Umsetzung empfohlen wurde. Dieses Projekt ist Teil des Hochwasserschutzkonzepts „PRO Gewässer 2030“, das nicht nur das Ziel verfolgt, Hochwasserschäden zu vermeiden, sondern auch Flüsse zu renaturieren und den Naturschutz in den Vordergrund zu rücken. Informationen über die bisherigen Entwicklungen sind beim Wasserwirtschaftsamt Regensburg nachzulesen.

Die gesamte Planung und Ausführung erfordert den Austausch mit Kommunen, Landkreisen, Planungsverbänden, Naturschutzverbänden und den Bürgern. Sorgen, die bei den Anwohnern bestehen, wie die Auswirkungen auf Grundwasser und die Landschaft sowie mögliche Flächenverluste in der Landwirtschaft, werden im Rahmen eines Hochwasserdialogs ernst genommen. Diese Diskussionen finden seit Februar 2015 regelmäßig statt und bilden eine zentrale Säule, um alle Fragestellungen rund um den Hochwasserschutz zu klären.

Für alle Interessierten gibt es auch die Möglichkeit, sich über den komplexen Zusammenhang von Hochwasserschutz und Bauleitplanung zu informieren, wie iwu-ev.de verdeutlicht. Die kommenden Monate versprechen spannende Entwicklungen, und für alle, die in der Region leben oder wirtschaften, bleibt es wichtig, am Ball zu bleiben.