Berggottesdienst: Feiern Sie die Tradition des Annaberger Bergbaus!

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Am 27. Juli 2025 findet in Annaberg-Buchholz ein Berggottesdienst zur Ehrung der heiligen Anna statt.

Am 27. Juli 2025 findet in Annaberg-Buchholz ein Berggottesdienst zur Ehrung der heiligen Anna statt.
Am 27. Juli 2025 findet in Annaberg-Buchholz ein Berggottesdienst zur Ehrung der heiligen Anna statt.

Berggottesdienst: Feiern Sie die Tradition des Annaberger Bergbaus!

Am 27. Juli 2025 wird der Schreckenberg im Ortsteil Frohnau von Annaberg-Buchholz zur Kulisse eines festlichen Berggottesdienstes. An diesem Tag gedenken die Bergleute der heiligen Anna, der Schutzheiligen des Annaberger Bergbaus. Veranstaltet wird das Ereignis von der Bergknapp- und Brüderschaft „Glück auf“ zu Frohnau sowie befreundeten Bergbrüderschaften. Kurz gesagt, die Bergtradition lebt und wird gebührend gefeiert, sodass man sich auf ein Event mit Herz und viel Gemeinschaftsgeist freuen kann. Der Gottesdienst beginnt um 14.00 Uhr und wird von Pfarrer Dr. Thomas Knittel geleitet.

Es sind nicht nur die Feierlichkeiten, die das Berggottesdienst-Event zu einem besonderen Anlass machen. Der Schreckenberg selbst hat eine eindrucksvolle Geschichte. Einst wurde hier am 28. Oktober 1491 ein reicher Silbergang entdeckt, was zur Gründung der „Neuen Stadt am Schreckenberg“, dem heutigen Annaberg, im Jahr 1496 führte. Die Ruine auf dem Schreckenberg, die von Karl Christian Hohl zwischen 1854 und 1856 erbaut wurde, bietet nicht nur einen Blick über die Altstadt Annabergs, sondern auch eine hervorragende Kulisse für diesen bedeutenden Gottesdienst. Nach der Seriosität des Gottesdienstes dürfen sich die Teilnehmer auch auf ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen freuen, bereitgestellt von der Ortsfeuerwehr Frohnau.

Bergbau – Eine tief verwurzelte Tradition

Der Bergbau hat im Erzgebirge, das an der Grenze zwischen Sachsen und Böhmen liegt, eine lange und reiche Geschichte. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit wurden hier erste Bergbauaktivitäten dokumentiert. Die Blütezeit begann ab 1168 mit bedeutenden Silberfunden in Freiberg, was dazu führte, dass Städte wie Freiberg, Annaberg und Schneeberg während der Glanzzeit des Bergbaus erheblich wuchsen und sich entwickelten. Die Förderung durch die sächsischen Fürsten sorgte dafür, dass sich der Bergbau als wichtiger Wirtschaftszweig etablierten konnte. Sachsen-online hebt hervor, dass die Region nicht nur für Silber, sondern auch für Zinn, Kupfer, Blei und Eisen bekannt war.

Diese Bergtraditionen sind tief in der Kultur des Erzgebirges verankert. So wurde die Bergbrüderschaft Oberscheibe/Scheibenberg im Jahr 1683 gegründet und ist bis heute ein Symbol des bergmännischen Erbes. Alljährlich findet in Scheibenberg am 22. Juli das Bergfest zu Ehren der heiligen Maria Magdalena statt, ein bunter Ausdruck lebendiger Brauchtumspflege. Es zeigt, dass trotz der wirtschaftlichen Umwälzungen im 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung und den späteren Niedergang viele dieser Traditionen bis heute weiterleben und stets neu erweckt werden.

Herausforderung und Zukunft des Bergbaus

Wohin geht die Reise des Bergbaus im Erzgebirge? Diese Frage steht im Raum, während Gespräche über neue Lagerstätten stattfinden. Fokus liegt dabei auf den Seltenen Erden und Lithium, die für die moderne Technologie zunehmend gefragt sind. Angesichts der Geschichte und der einzigartigen Traditionen der Region wird jedoch darauf geachtet, dass der Schutz des montanhistorischen Erbes nicht aus den Augen verloren wird. Die Bergbrüderschaft Oberscheibe ist ein Beispiel dafür, wie man Tradition und Innovation miteinander verbinden kann, um die kulturelle Identität auch für zukünftige Generationen zu bewahren.

Eine gute Portion Nostalgie trifft auf Zukunftsperspektiven, wenn die Bergleute am 27. Juli 2025 auf dem Schreckenberg zusammenkommen, um ihrer Geschichte zu gedenken und neue Wege zu erkunden. Es darf also gesagt werden: Der Bergbau und seine Traditionen stehen hoch im Kurs und laden herzlich zum Mitfeiern ein!