Jugendlicher Dialog in Annaberg: Stadtentwicklung aktiv mitgestalten!
Jugendliche aus Annaberg-Buchholz diskutieren mit Stadtvertretern über Stadtentwicklung und Freizeitgestaltung beim Jungen Runden Tisch.

Jugendlicher Dialog in Annaberg: Stadtentwicklung aktiv mitgestalten!
Was gibt’s Neues in Annaberg-Buchholz? Ein Highlight der letzten Wochen war das Treffen zwischen Jugendlichen und der Stadtspitze, das Mitte Juni 2025 stattfand. Oberbürgermeister Rolf Schmidt, Stadträte sowie Mitglieder der Stadtverwaltung ließen sich an einem ‚Jungen Runden Tisch‘ aktiv in die Diskussion einbinden. Ziel war es, einen offenen Austausch über Themen zu ermöglichen, die der Jugend besonders am Herzen liegen: von Freizeitgestaltung bis zur Stadtentwicklung. So berichten die Kommunen, dass das Interesse an jugendlicher Mitbestimmung wächst und ernst genommen wird. Diese Ansätze sollen auch das Demokratieverständnis stärken und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Stimme zu erheben.
In vier thematischen Gesprächsrunden wurden zentrale Anliegen der Jugendlichen behandelt. Unter anderem standen die Sauberkeit in der Stadt, der Zustand des Bolzplatzes an der Fichtestraße, die hohe Verkehrsbelastung und das Fehlen von zentralen Treffpunkten auf der Agenda. Konkrete Missstände wurden offen angesprochen: defekte Tornetze und fehlende Mülleimer, die bei Regen rutschigen Zuweg und noch einiges mehr. Die Jugendlichen hatten zudem einige kreative Vorschläge parat, wie etwa die Einrichtung von legalen Graffitiwänden oder die Patenschaft über Spielplätze.
Auf der Suche nach dem perfekten Treffpunkt
Ein zentrales Anliegen, das während der Diskussionsrunde geäußert wurde, war der Wunsch nach einem Treffpunkt für Jugendliche. Sie träumen von einem Jugendcafé oder einem besser erreichbaren Jugendclub. Auch eine regelmäßige Jugenddisco von 18 bis 21 Uhr wurde angeregt. Diese Ideen zeugen von einem hohen Maß an Eigeninitiative, denn die Jugendlichen zeigten Bereitschaft, selbst aktiv zu werden – zum Beispiel beim Bau von Hütten oder Bänken im Wald.
Die offene Fragerunde, in der Stadtvertreter Fragen zu Themen wie Hundewiesen, Mitfahrbänken und der Sicherheit am Busbahnhof beantworteten, wurde von den Anwesenden ebenfalls gut angenommen. Rolf Schmidt hob hervor, wie wichtig solche Dialogformate für die Stadtentwicklung sind. „Der Austausch ist ein wertvoller Schritt, um mehr Verständnis zwischen Jugend und Stadt zu schaffen“, so der Oberbürgermeister. Umso mehr würde sich die Stadtregierung über die Teilnahme weiterer Jugendlicher an zukünftigen Veranstaltungen freuen, um den Dialog weiter voranzutreiben.
Politik zum Anfassen!
Nicht nur beim Jungen Runden Tisch wird die jugendliche Teilnahme gefördert. Am 26. März 2024 wird beispielsweise eine Jugendstadtratssitzung stattfinden, die das Projekt „Komm und mach mal Politik!“ unterstützt. Hier können Jugendliche aus Annaberg-Buchholz hautnah erleben, wie Kommunalpolitik funktioniert. Bei einem Workshop im Alten Ratssaal lernen Schüler nicht nur die Gemeindeordnung und die Funktionsweise des Stadtrats kennen, sondern sie wählen auch ihre Vertreter für den Jugendstadtrat aus.
Diese Aktivitäten sind Teil eines größeren Trends, der laut Landeskunde Baden-Württemberg in vielen Kommunen zu beobachten ist: Jugendliche sollen aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbezogen werden. Hierbei steht nicht nur die politische Bildung im Vordergrund, sondern auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Selbstwirksamkeit zu erleben. Der Jugendgemeinderat, ein überparteiliches Gremium, vertritt die Interessen der Jugendlichen auf kommunaler Ebene und ermöglicht es ihnen, Politik direkt zu erfahren und damit Verantwortung zu übernehmen.
Mit solchen Ansätzen wird klar: Die Stimme der Jugend wird in Annaberg-Buchholz gehört und soll weiterhin im Lokalen Gestalten Raum finden. Die Stadtverwaltung ist bereit, zuzuhören und ans Werk zu gehen. Hier sind die Ideen und Initiativen der jungen Generation gefragt, um die Kommune zukunftsfähig zu machen.