Entdecken Sie Russland: Spannende Vorträge an der Volkshochschule Chemnitz!
Entdecken Sie Russland: Spannende Vorträge an der Volkshochschule Chemnitz!
In Chemnitz geht demnächst ein spannendes Veranstaltungsformat an den Start, das sich mit der komplexen Geschichte Russlands und seiner Nachbarn auseinandersetzt. Die Volkshochschule lädt im September und Oktober 2025 zu einer Reihe von Vorträgen ein, die online oder vor Ort im TIETZ stattfinden. Die Teilnahme ist kostenfrei, allerdings wird eine Anmeldung bis zum jeweiligen Veranstaltungstag empfohlen, entweder über das Internet oder telefonisch. Hier können Interessierte ihr Wissen nicht nur erweitern, sondern auch aktuelle Entwicklungen im Kontext der russischen Politik besser verstehen. Laut Informationen der Stadt Chemnitz wird dies eine hervorragende Gelegenheit sein, um Einblicke und Meinungen von Fachleuten zu erleben.
Den Auftakt macht am 1. September 2025 die Journalistin Christina Hebel. Sie wird ab 18:30 Uhr von ihren Erfahrungen in Russland berichten und auf die Veränderungen eingehen, die sich seit dem Ukraine-Konflikt eingestellt haben. Hebel, die seit mehr als acht Jahren für den SPIEGEL aus Russland berichtet, leitet seit April 2022 das Büro in Moskau. Anmeldung ist bis 12 Uhr am Veranstaltungstag nötig.
Geschichte im Fokus
Wer tiefer in die historische Dimension eintauchen möchte, sollte sich den 9. September 2025 vormerken. Der Historiker und Professor Dr. Jörg Baberowski wird um 19:00 Uhr über die Entwicklung Russlands zur Zeit des Zarenreiches sprechen. Dabei sollen historische Zusammenhänge, die bereits vor Jahrhunderten gelegt wurden, verständlich aufbereitet werden. Er ist nicht nur Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität Berlin, sondern auch Autor des Buches „Der sterbliche Gott. Macht und Herrschaft im Zarenreich“.
Das Thema der Ukraine wird in den Vorträgen nicht übersehen. Diese Region hat eine bewegte Geschichte, in der die Ukraine seit Jahrhunderten um Unabhängigkeit kämpft. Bekanntlich ist sie seit 1991 ein souveräner Staat, allerdings musste sie sich seit 2014 gegen die russischen territorialen Ansprüche behaupten, einem Kontext, der gerade heute von großer Bedeutung ist. Wie Deutschlandfunk berichtet, wird der aktuelle Konflikt durch die Behauptung Russlands begründet, die Ukraine vom Faschismus befreien zu müssen – eine einseitige Interpretation, die viele Ukrainer als Teil ihrer Souveränitätsbestrebungen betrachten.
Persönliche Einblicke und Diskussion
Der letzte Vortrag wird am 1. Oktober 2025 um 19:00 Uhr von Michael Thumann, einem Journalisten und Historiker der ZEIT, gehalten. Er wird Einblicke aus seinem Buch „Eisiges Schweigen flussabwärts. Eine Reise von Moskau nach Berlin“ geben. Während dieser Veranstaltung wird er auch persönliche Erlebnisse und Eindrücke aus Georgien und den Baltischen Staaten teilen. Thumann setzt sich mit den Hintergründen der aktuellen russischen Politik auseinander, die sich nach der ukrainischen Invasion verschärft hat. Außerdem wird eine Diskussion mit dem Autor stattfinden, die sicherlich spannende Perspektiven eröffnen wird.
Die Geschichte der Ukraine ist vielschichtig und reicht bis zur Kiewer Rus im 9. Jahrhundert zurück, die als frühe Form staatlicher Organisation gilt. Doch die Geschichte zeigt auch, dass die Ukraine Teil von mindestens 14 verschiedenen Staaten war, darunter Polen und Russland. Heute ist die Diskussion über die ukrainische Geschichte in der Geschichtswissenschaft und in der Öffentlichkeit dringend nötig, wie die bpb betont. Es besteht ein Bedarf an Initiativen, die Wissen über die Ukraine in die Öffentlichkeit tragen und die Perspektive der Ukraine in den Mittelpunkt rücken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ereignisse der letzten Jahre nicht nur die geopolitische Landschaft verändert haben, sondern auch den Geschichtsunterricht neu gestalten müssen. Die kommenden Vorträge in Chemnitz bieten deshalb nicht nur historische Einblicke, sondern auch eine Plattform, um aktuelle und zukünftige Fragen zur Ostsee- und Osteuropäischen Geschichte zu erörtern und zu vertiefen.
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